Gabionen schützen Stadtteil vor Lärm

Allgemeine Bauzeitung Nr. 36

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Nürnberg (ABZ). – Im Zuge des Ausbaues der Autobahn A6 wird aktuell eine knapp 6 km lange Strecke zwischen den beiden Kreuzen Nürnberg-Süd und Nürnberg-Ost ausgebaut. Derzeit rollen auf der Fernstraße, auf der sich der Ost-West-Transitverkehr mit Berufspendlern mischt, im Schnitt täglich 78.000 Fahrzeuge. Bis zum Jahr 2025 rechnet die Autobahndirektion mit fast 88.000 Autos und Lastwagen am Tag.

Um die Anwohner im Nürnberger Stadtteil Moorenbrunn vor dem Lärm zu schützen, wird auf einem Teil der Strecke ein geräuscharmer Asphalt aufgebracht. Zudem werden Lärmschutzwände durch das Bauunternehmen Deutschle aus Abenberg errichtet. Die hier verbauten und in Sonderanfertigung hergestellten Gitterelemente stammen zu 100 % aus dem Hause Deutenberg Gabionentechnik.

Für das Projekt wählte man Ansichtsflächen aus ortsnahem Naturstein. Der Kern besteht aus Beton, die Gesteinsfüllung der Fahrbahnseite (Lärmquelle) ist mit speziellem Lavagestein gefüllt, um höchste Werte in der Schalldämmung und Schallabsorption zu erreichen. In den Wänden wurden insgesamt 2.500 t Lavagestein, 3.500 t Granitschroppen sowie 20.000 t Schotter verbaut. Zusammengehalten wird das gesamte Material von 500 t Drahtgittermatten. Die Gesamthöhe der Steilwallkonstruktion im Endausbau beträgt 7 m, die freistehende Wand zum Ortsteil Moorenbrunn hat eine Höhe von 6,20 m.

Aufgrund der konstruktiven Vorteile und dem Vor-Ort-Aufbau des Ferrondo Lärmschutzsystems (fugenloser Betonkern) garantiert das System einen dauerhaften Lärmschutz. Eine Lebensdauer von 50 Jahren und mehr erreicht man durch die Verwendung von hochwertigen Drahtgittermatten mit Zink-Alu-Legierung mit mind. 3.000 Std. Salzsprühnebeltest von der Firma Deutenberg Gabionentechnik.

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