Gabionenmauer

Mit Lärmschutzwänden lassen sich ganze Siedlungen wirksam vor dem Lärm von Schnellstraßen schützen. Sie werden aber auch eingesetzt, um Schallemissionen von Sportplätzen oder Industriegebieten abzuschirmen. Gabionenmauern bieten dafür eine optisch ansprechende und zugleich hoch wirksame Alternative, die nicht als Fremdkörper empfunden wird.

Schallschutz auf natürliche Art

Gabionen sind Drahtkörbe, die lose mit Steinen befüllt werden. Für den Bau von Lärmschutzwänden werden dabei vor allem druckfeste Gesteine wie Basalt, Granit, Quarzit, Kalkstein, Lava oder Dolomit verwendet. Durch die ungleichmäßige Oberflächenstruktur werden Schallwellen nicht einfach reflektiert, sondern in einem hohen Maße absorbiert. Das sorgt für einen effizienten Schallschutz bei gleichzeitiger Dämpfung des Lärmpegels. Darüber hinaus bilden die zahlreichen Poren und Spalten einer Gabionenmauer ein natürliches Umfeld für Kleinlebewesen. Das unterscheidet sie ganz wesentlich von jeder herkömmlichen Mauer.

Füllung der Gabionenmauer

Gabionemauern lassen sich gezielt an ihren Verwendungszweck anpassen. Auch lassen sich ganz bestimmte ästhetische Vorstellungen verwirklichen. So kann zum Beispiel die Sichtfläche sorgfältig von Hand aufgebaut werden, um eine besonders hochwertige Oberfläche zu erhalten. Auch eine Verblendung mit Platten und Mauersteinen ist möglich. Die übrige Gabione wird dann in aller Regel mit Schotter befüllt.

Mauern, die nicht wie Mauern wirken

Eine besondere Variante sind Gabionenmauern, die vom Betrachter nicht als Mauern empfunden werden. Sie können aus Gründen des Lärmschutzes als Sichtschutz oder als Gestaltungsmittel zur Gliederung der Landschaft eingesetzt werden. Dafür werden die Gabionenkörbe mit einem Vlies ausgekleidet und dann mit Erde befüllt. Eine solche Gabionenmauer wird sich innerhalb kürzester Zeit selbst begrünen und bildet dann einen natürlich wirkenden Wall gegen Lärm und neugierige Blicke.

Festigkeit als Konstruktionsmerkmal

Gabionenmauern bestehen aus einem Verbund aus Drahtkörben – den eigentlichen Gabionen. Sie setzen sich aus einzelnen Schweißgittern zusammen, die mithilfe von Spiralstäben oder Steckstäben miteinander verbunden werden. Als Material wird Alu-Zink-Draht oder Edelstahldraht in Stärken zwischen 3,0 mm und 6,0 mm verwendet.